Strafrecht

Das Strafrecht bezeichnet diejenigen Rechtsnormen, die bestimmte Verhaltensweisen verbieten und unter Strafe stellen. Hierzu gehören: 

 

• Kapitalstraftaten (Tötungsdelikte und andere Formen der Gewaltkriminalität) 
• Wirtschaftsdelikte 
• Steuerstrafdelikte
• Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Arzneimittelgesetz
• Sexualstrafdelikte
• Jugendstrafdelikte

 

In ein Strafverfahren kann nahezu jeder Bürger verwickelt und damit in unterschiedlichen Stadien konfrontiert werden. Der eine erhält eine Vorladung zur Polizei, beim anderen steht das Finanzamt für Fahndung- und Strafsachen vor der Tür und begehrt  nicht nur Einsicht in sämtliche Konten, sondern will auch den Computer mitnehmen.

 

Manche wissen überhaupt nicht, dass ein Strafverfahren gegen sie geführt wird und werden plötzlich und unerwartet mit polizeilichen Maßnahmen konfrontiert. In diesem Fall gilt, übrigens auch im Fall einer Durchsuchung oder Verhaftung, gegenüber Polizeibeamten vom Recht der Aussageverweigerung Gebrauch zu machen. Leider kommt es nämlich immer wieder vor, dass nicht das, was der mit einem Strafverfahren Konfrontierte sagen möchte, aufgeschrieben wird, sondern das, was die Beamten, deren Ziel die Strafverfolgung ist, gehört zu haben glauben. Auf das, was die Polizeibeamten aufschreiben, hat der Beschuldigte eines Verfahrens nur bedingt Einfluss. Wörtliche Protokolle sind überaus selten. In jedem Fall sollte berücksichtigt werden, dass im Falle eines späteren gerichtlichen Verfahrens davon ausgegangen werden muss, dass Richter und Richterinnen in der Regel den Aussagen von Polizeibeamten rückhaltlos Glauben schenken. Wenn also Polizeibeamte später in einer mündlichen Verhandlung aussagen, dass das, was sie protokolliert oder in Vermerken aufgeführt haben, genau so von dem Beschuldigten oder der Beschuldigten gesagt worden ist, wird es kaum eine Richterin oder einen Richter geben, der dieser Aussage keinen Glauben schenken wird.

 

Es gilt also der Grundsatz: Keine Aussage ohne Anwalt; keine Einlassung (das heißt Stellungnahme) ohne Akteneinsicht. 

 

Ihr  Anwalt kann Ihnen nach erfolgter Akteneinsicht Ratschläge zur weiteren Vorgehens-weise geben und sich auch für Sie zur Sache äußern. Wir stehen Ihnen in allen Stadien des Strafverfahrens helfend zur Seite.

Dr. jur. Peter Beer